Heizkostenprognose: Trotz sinkender Energiepreise ist ein durchschnittlicher Kostenanstieg von 8,3 % zu erwarten
Pressemeldungen - 22.01.2026
Innsbruck, 22.01.2025. Obwohl die Energiepreise in Österreich vielerorts weiter gesunken sind, müssen sich Verbraucher*innen aufgrund der eisigen Temperaturen auf höhere Heizkostenabrechnungen einstellen. Eine vom Techem Research Institute on Sustainability (TRIOS) durchgeführte Analyse prognostiziert, dass die Abrechnungen für die aktuelle Heizperiode im Schnitt um 8,3 Prozent höher ausfallen dürften als im Vorjahr. Bei den erwarteten Kostensteigerungen gibt es regional große Unterschiede, wobei der Osten sich tendenziell auf größere Kostensteigerungen einstellen muss.
Mit der jährlichen Heizkostenprognose möchte Techem, einer der führenden Serviceanbieter für smarte und nachhaltige Gebäude, dazu beitragen, das Bewusstsein für den Energieverbrauch zu stärken. Für die Analyse wurde auf Basis von Wetterdaten die theoretische Heizbedarfsänderung der 45 größten Gemeinden Österreichs ermittelt und zusammen mit den Durchschnittspreisen der unterschiedlichen Energieträger zur Berechnung der voraussichtlichen Mehr- oder Minderkosten für die Raumbeheizung herangezogen. Grundlage sind der harmonisierte Verbraucherpreisindex der EU (Eurostat) sowie Wetterdaten von meteostat.net, die mit Daten des Deutschen Wetterdienstes validiert wurden. Gleich vorweg: Strom wurde aufgrund seiner geringen Relevanz als Energieträger fürs Heizen bei den Berechnungen nicht einbezogen.
Kältere Heizperiode sorgt für höheren Heizbedarf
Obwohl die durchschnittlichen Preise für Gas (-6 Prozent), Heizöl (-5,7 Prozent) und Fernwärme (-0,01 Prozent) gesunken sind, überkompensiert der witterungsbedingte höhere Heizbedarf diesen Effekt und sorgt trotz der erfreulichen Preisentwicklung für voraussichtlich höhere Abrechnungen als im Vorjahr. Geht man von einem linearen Zusammenhang zwischen Temperatur und Heizenergieverbrauch aus, ergibt sich ein höherer Heizbedarf von rund 12,7 Prozent. Die Heizkostenabrechnungen – die zumeist im zweiten Quartal 2026 eintreffen – dürften damit im Schnitt um 8,3 Prozent höher ausfallen als im Vorjahr. Bei Haushalten, die mit Fernwärme heizen, sogar um 12,7 Prozent, bei Gas um 6,2 Prozent und bei Heizöl um 5,9 Prozent.
Wiener*innen müssen mit größtem Kostenanstieg rechnen
Im Bundesländervergleich werden für Wien (+13,4 Prozent), Niederösterreich (+13 Prozent) und Burgenland (+10,3 Prozent) die größten Kostenanstiege vorausgesagt. Mit moderaten Kostensteigerungen ist in Tirol (0,7 Prozent) und der Steiermark (4,4 Prozent) zu rechnen, für Kärnten (-0,7 Prozent) wird sogar eine leichte Kostensenkung erwartet.
Auf Gemeindeebene liegen Schwaz (-2,4 Prozent), Villach (-1,8 Prozent) und Feldkirchen in Kärnten (-0,2 Prozent) auf den ersten drei Plätzen und dürfen sich sogar über eine niedrigere Heizkostenabrechnung als im Vorjahr freuen. Mödling (14,8 Prozent), Baden bei Wien (+14,9 Prozent) und Traiskirchen (+14,9 Prozent) bilden im Ranking die Schlusslichter und müssen laut Prognose mit den höchsten Kostensteigerungen rechnen.
Digitale Lösungen helfen beim Sparen
Um Kosten und Verbrauch nachhaltig zu reduzieren, setzt Techem auf technologische Innovationen wie das digitale Techem Kundenportal, in dem Hausverwaltungen und Bewohner*innen den Energieverbrauch einsehen und bei Bedarf gegensteuern können. „Der transparente Überblick über den eigenen Verbrauch ist entscheidend – denn nur wenn ich weiß, was ich verbrauche, kann ich einsparen“, so Karl Moll, Geschäftsführer der Techem Austria. „Mit der Heizkostenprognose können wir zwar keine verbindlichen Rückschlüsse auf einzelne Haushalte ziehen, sie trägt jedoch dazu bei, einen ersten Überblick über den durchschnittlichen Verbrauch in Österreich zu geben und das Bewusstsein für den eigenen Energieverbrauch zu stärken“, so Moll.
Heizkostenprognose: Trotz sinkender Energiepreise ist ein durchschnittlicher Kostenanstieg von 8,3 % zu erwarten
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