Negative Strompreise als Chance: 5 Aspekte, warum Techem auf Smart Metering setzt

Blog Beitrag - 29.05.2026

Autor: Gero Lücking, Experte für smarte Stromlösungen bei Techem.

Negative Strompreise werden immer häufiger

2025 gab es mehr als 525 Stunden mit negativen Strompreisen in Deutschland und die EEG-Novelle fordert Nulleinspeise-Anlagen. Der wirtschaftliche Vorteil bleibt für viele Haushalte jedoch bislang unerschlossen. Ursache ist vor allem die fehlende technische Infrastruktur: Ohne intelligente Messsysteme sind dynamische Stromtarife nicht nutzbar. Erst ein flächendeckender Rollout erschließt die Einsparpotenziale für Haushalte.

Die zentralen Problempunkte und passenden Lösungsansätze von Techem:

Aktuelle Sachlage

  • Zunehmende Schwankung bei erhöhter Einspeisung 
    Hohe Einspeisung erneuerbarer Energien bei geringer Nachfrage führt immer häufiger zu negativen Strompreisen. Insbesondere der ausbleibende Ausbau von Speichern und Infrastruktur für Solarenergie führt in solchen Situationen zu Angebotsüberschüssen, deren wirtschaftlicher Vorteil nicht flächendeckend genutzt werden kann. 

  • Preissignale erreichen Endkunden kaum 
    Trotz deutlicher Preisschwankungen mit stellenweise negativen Strompreisen von bis zu500 Euro je Megawattstunde profitieren Haushalte finanziell bislang kaum davon. 

  • Technologische Voraussetzung fehlt 
    Fehlende Smart Meter verhindern eine zeitnahe Verbrauchsmessung und Nutzung flexibler Strompreise. Die Vorteile dynamischer Stromtarife kommen nicht beim Endnutzer an. Vor allem steuerbare Anwendungen wie Wärmepumpen oder E‑Mobilität können so nicht bedarfsgerecht genutzt werden.

Smart Metering von Techem: Hebel für flexible und kosteneffiziente Stromnutzung

  • Einsparpotenziale gezielt erschließen 
    Techem und Inexogy ermöglichen mit Smart Metering die Nutzung dynamischer Tarife – und damit den direkten Zugang zu günstigen oder negativen Strompreisphasen. Die Wohnungswirtschaft profitiert ebenfalls durch die Attraktivitätssteigerung der Immobilie für zukünftige Bewohnende. 

  • Entlastung von Netzen durch intelligente Steuerung 
    Durch intelligente Mess- und Steuertechnik lassen sich Verbräuche in wirtschaftlich vorteilhafte Zeitfenster verlagern. Lastspitzen im Netz werden reduziert und Erzeugungsspitzen lassen sich zum finanziellen Vorteil der Verbraucher gezielt nutzen – das hilft dabei, die Stromnetzte zu stabilisieren. 

  • Flexibilität für Wärmepumpe und Elektromobilität 
    Smart Meter schaffen die Voraussetzung dafür, flexible Anwendungen wie Wärmepumpen oder Ladeinfrastruktur für Elektrofahrzeuge gezielt einzubinden als wichtiger Schritt Richtung Energiewende. Techem treibt dieses Vorhaben mit über 4.000 Ladepunkten im Aufbau und Betrieb deutschlandweit voran.

  • Transparenz durch Automatisierung 
    Durch Smart Meter werden abrechnungsrelevante Energiedaten automatisiert erfasst und direkt übermittelt. Mietende erhalten transparente Einblicke in ihren Energieverbrauch und können dadurch besser nachvollziehen, wann negative Strompreise auftreten und sie davon profitieren können. Wohnungsverwaltungen können direkt bei Techem Smart Meter beantragen und somit eine effiziente Energieverwaltung für Bewohnende schaffen. Der Privatkunde kann wiederum über Inexogy auf Smart Meter umstellen.

  • Skalierbare Plattform für die Energiewende im Gebäude 
    Gemeinsam mit inexogy investiert Techem gezielt in den Smart-Meter-Rollout und in digitale Plattformlösungen. Ziel ist es, intelligente Messsysteme bundesweit flächendeckend zu etablieren und das auch abseits der Pflichteinbauten. 

Techems Lösung des intelligenten Messstellenbetriebs trägt zu einer Infrastruktur bei, die dynamische Tarife und Netzsteuerung ermöglicht und Verbraucher von den günstigen Strompreisen profitieren lässt.

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Bildinformation: Ohne intelligente Messsysteme sind dynamische Stromtarife nicht nutzbar. Gemeinsam mit inexogy investiert Techem gezielt in den Smart-Meter-Rollout und in digitale Plattformlösungen (Bildquelle: Techem).