Tipps & Tricks - 13.03.2023

Alternativen zum Heizen mit Öl und Gas

Welche Alternativen zu Gasheizung gibt es? Wie kann ich meine Ölheizung umrüsten? Hier gibt’s die Fakten zu Fernwärme, Pellets & Co.

Der massive Preisanstieg bei Öl und Gas oder die Klimakrise – Gründe für einen Heizungstausch gibt es derzeit genug. Und auch der Zeitpunkt ist günstig: Wer eine Alternative zur Gasheizung sucht oder seine Ölheizung umrüsten will, kann mit großzügigen Förderungen rechnen.
 

Solarthermie

Mittels Solarthermie wird Sonnenenergie über einen Wärmetauscher in Warmwasser umgewandelt. Dieses kann auch für eine Heizung eingesetzt werden und – gemeinsam mit anderen Heizformen – als Hybridheizung für wohlige und kostengünstigere Wärme sorgen.

 

Vorteile

  • gute Förderungen
  • kostenloser Brennstoff, Sonnenstrahlen sind gratis
  • günstiger Betrieb
  • ökologisch

 

Nachteile  

  • nur im Verbund mit anderen Heizformen sinnvoll
  • große Abhängigkeit von Sonnenstand und -einstrahlungswinkel
  • oft ungeeignet für Wohnungseigentümer:innen weil keine entsprechenden Flächen vorhanden sind

Fernwärme

Fernwärme wird – vereinfacht gesagt – in einem zentralen Kraftwerk produziert und kommt über bis zu 30 km lange Rohrleitungen als Heißwasser ins Haus. Dort kann es zum Heizen, aber auch als Trink- und Badewasser verwendet werden.

 

Vorteile

  • sehr ökologisch (abhängig von der Energieerzeugung im Kraftwerk)
  • platzsparend: Rohrleitung und vergleichbar kleine Geräte
  • immer gleichmäßig verfügbar

 

Nachteile

  • nicht überall verfügbar (Informationen erhalten Sie bei Ihrer Wohngemeinde.)
  • langfristige Bindung an den Wärmelieferanten bei Kosten und Herstellung
  • große Unterschiede bei den Anschaffungskosten (oft jedoch niedriger als bei anderen Systemen)

Pelletsheizung

Pelletsheizungen funktionieren durch Verbrennung von Holzpellets.

 

Vorteile

  • billiger Brennstoff
  • nachhaltig: Holz ist ein nachwachsender Rohstoff
  • CO2-neutral
  • kombinierbar mit Solarthermie
  • versorgungssicher: Holz wächst überall in Europa
     

Nachteile

  • relativ hohe Anschaffungskosten
  • Pellets und passende Fördertechnik benötigen viel Platz.

Wärmepumpe

Wärmepumpen funktionieren mehr oder weniger wie ein umgedrehter Kühlschrank. Sie arbeiten entweder mit Umgebungsluft, Grundwasser oder Erdwärme. Der Luft oder dem Grundwasser wird Wärme entzogen, verdichtet und auf das Heizwasser übertragen.

 

Vorteile

  • sehr gute Ökobilanz
  • unabhängig von Brennmaterial
  • in der Regel geringere Heizkosten und vertretbare Wartungskosten
     

Nachteile

  • Platzverbrauch: Erdwärmepumpen (Geothermie) brauchen meist ein größeres Grundstück.
  • hohe Anschaffungskosten bei Erd- und Wasser-Wärmepumpen
  • meist Behördenverfahren notwendig
  • Luftwärmepumpen können unangenehmen Lärm verursachen.
  • in der Regel niedrigere Vorlauftemperatur, daher vor allem für Fußbodenheizungen und andere Niedrigtemperatur-Heizkörper geeignet
  • hoher Dämmungsgrad als Voraussetzung für einen wirtschaftlichen Betrieb

Entscheiden Sie wohlüberlegt!

Wer neu baut, kann aus vielen Alternativen zur Gasheizung oder zum Heizen mit Öl und wird wahrscheinlich nicht mehr auf diese veralteten Heizformen setzen. Wer allerdings seine Gas- oder Ölheizung umrüsten möchte, wird durch Platzerfordernisse, vorhandene Angebote und finanzielle Möglichkeiten eingeschränkt.


Trotzdem macht sich ein Heizungstausch fast immer bezahlt. Die Entscheidung dafür sollte aber wohlüberlegt und gut informiert getroffen werden.

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