Feuchtigkeit: Die Grundlage für Schimmelbefall
Ohne Wasser kann kein Leben existieren – das gilt auch für Schimmelpilze. Eine erhöhte Feuchtigkeit ist daher die Grundvoraussetzung für Schimmelwachstum.
Ab wann wird Feuchtigkeit problematisch?
Die zur Verfügung stehende Feuchtigkeit wird meist in Form des sogenannten aw-Werts angegeben. Ein Wert von 1 entspricht tropfnassen Oberflächen oder anders ausgedrückt, einer relativen Luftfeuchtigkeit von 100%. Schimmelwachstum beginnt typischerweise ab einem aw-Wert von 0,7 (entspricht 70% Luftfeuchtigkeit). Sobald die relative Luftfeuchtigkeit 80% erreicht, sind die Wachstumsbedingungen für fast alle Schimmelpilzarten, die im Innenraum relevant sind, gegeben.
Tipp: Kontrollieren Sie regelmäßig die Luftfeuchtigkeit und lüften Sie Räume, um Feuchtigkeit zu reduzieren.
Temperatur: Wie warm darf es sein?
Schimmelpilze wachsen bei Temperaturen zwischen 0 und 50 °C. Einige wenige Arten können diesen Bereich sogar über- oder unterschreiten.
Die im Innenraum vorkommenden Schimmelpilze gedeihen am besten bei einer Temperatur zwischen 25 bis 35 °C. Insgesamt mögen es Schimmelpilze also eher warm.
- Tödliche Temperaturen: Feuchte Hitze über 60 °C tötet den Pilz in der Regel ab, nicht jedoch die Sporen.
- Bekämpfung: Noch höhere Temperaturen können bei Befall mit Hausschwamm gezielt eingesetzt werden.
Licht und Atmosphäre: Schimmelpilze sind genügsam
Pilze betreiben keine Photosynthese und benötigen nur wenig Sauerstoff, daher sind Licht und Atmosphäre in der Regel von geringer Bedeutung für ihr Wachstum.
Allerdings haben neuere Forschungen gezeigt, dass intensives Licht, insbesondere blaues Licht mit einer Wellenlänge von etwa 450 nm, das Wachstum von Schimmelpilzen der Gattung Penicillium hemmen kann.
Darüber hinaus können Veränderungen in der Zusammensetzung der Atmosphäre die Sporenproduktion einiger Pilze fördern oder hemmen.