Legionellen sind kleine Stäbchenbakterien, die überall im Süßwasser vorkommen können. Sie leben im Grund- und Oberflächenwasser. Beides wird bekanntlich zu Trinkwasser aufbereitet. Auf diesem Weg gelangen die Stäbchenbakterien in geringer Konzentration in unser Trinkwasser. Problematisch wird das aber erst, wenn sich die Legionellenkonzentration übermäßig erhöht. Wassertemperaturen von 25° C bis 45° C bieten ihnen dafür optimale Bedingungen. Wenn das Trinkwasser erst einmal mit Legionellen befallen ist, birgt das Einatmen als Aerosol (Wassernebel) Gefahren.
Gelangen Legionellen in die Lunge – etwa beim Duschen über den Wasserdampf – können sie die Atemwegserkrankung Legionellose auslösen. Die Legionellen rufen zwei typische Krankheitsbilder hervor: Das Pontiac-Fieber äußert sich durch Fieber, Husten und Muskelschmerzen. Oder die Legionärskrankheit, die mit einer Lungenentzündung einhergeht und ein ernstzunehmendes Gesundheitsrisiko darstellt, das sogar tödlich enden kann. Expertinnen und Experten gehen davon aus, dass mehrere zehntausend Fälle pro Jahr auftreten. Das Trinken von legionellenhaltigem Wasser hingegen ist in der Regel ungefährlich.