Mehr Klimaschutz durch transparente Verbräuche – hier setzt die Energieeffizienz-Richtlinie an. Sie fordert, dass Bewohnerinnen und Bewohner häufiger und transparenter über ihren Ressourcenverbrauch informiert werden. Denn nur wer seinen Verbrauch kennt, kann ihn auch effizient reduzieren.

Ziele der Energieeffizienz-Richtlinie (EED)

Mit der Energieeffizienz-Richtlinie haben sich die EU-Staaten dazu verpflichtet, den Energieverbrauch von Immobilien zu reduzieren. Bewohnerinnen und Bewohner sollen durch mehr Verbrauchstransparenz animiert werden, bewusster mit Ressourcen wie Heizenergie oder Wasser umzugehen. Regelmäßige Informationen helfen ihnen, den individuellen Verbrauch nachzuvollziehen und effizient zu senken.

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Was ändert sich durch die Energieeffizienz-Richtlinie?

Die EED bedeutet mehr Transparenz für Bewohnerinnen und Bewohner und neue Anforderungen an die Immobilienwirtschaft. Die zentralen Neuerungen sind:

  • Einzelerfassung per Fernablesung: Die EED macht die Fernablesung von Wasserzählern, Wärmezählern und Heizkostenverteilern zum Standard. Mit Umsetzung der EED in Deutschland dürfen nur noch fernablesbare Zähler neu installiert werden. Vermieter werden verpflichtet, alte Zähler sukzessive zu ersetzen. Die individuelle Fernablesung ermöglicht regelmäßige Verbrauchsinformationen für die Bewohnerinnen und Bewohner.
  • Unterjährige Informationen zum Verbrauch: Statt einer einmaligen Information zum Jahresverbrauch fordert die EED, Bewohnerinnen und Bewohner regelmäßig (halb- oder vierteljährlich) über den individuellen Verbrauch von Heizkörpern und Wasser zu informieren. Ab 2022 sind monatliche Verbrauchsinformationen vorgesehen.

    Erfahren Sie mehr zur unterjährigen Verbrauchsinformation mit Techem.

Sie haben noch Fragen?

Ziel der EED ist es, den Energieverbrauch von Mieterinnen und Mietern zu senken. Durch transparente Informationen soll der Ressourcenverbrauch gesenkt und dadurch das Klima geschützt werden. Dazu enthält die EED klare Handlungsaufforderungen an Vermieterinnen und Vermieter. Sie müssen ihren Bewohnerinnen und Bewohnern z. B. durch Fernablesung und regelmäßige Verbrauchsinformationen einen effizienteren Umgang mit Energie ermöglichen.

Die EED ist am 24. Dezember 2018 in Kraft getreten. Sie sieht einen stufenweisen Ausbau der Pflichten für Vermieterinnen und Vermieter vor. In Deutschland werden die Anforderungen der EED mit der Novelle der Heizkostenverordnung (HKVO) umgesetzt. Wann dies geschieht, ist aktuell noch nicht sicher. Geplant ist, dass Bewohnerinnen und Bewohner künftig mindestens halbjährlich, auf Anfrage sogar vierteljährlich, über Verbrauchsdaten informiert werden müssen. Zudem dürfen dann in Immobilien nur noch fernauslesbare Zähler installiert werden. Die Frist zum Austausch alter Geräte soll bis 2027 laufen. 

 Die EED sieht eine regelmäßige Information der Bewohnerinnen und Bewohner über individuelle Verbräuche vor. Damit Zählerstände regelmäßig abgelesen werden können, müssen Messgeräte fernablesbar sein. Bis 2027 müssen Vermieterinnen und Vermieter nicht fernablesbare Messgeräte austauschen. Mit Umsetzung der EED in Deutschland dürfen nur noch Messgeräte neu verbaut werden, die über eine Funktion zur Fernablesung verfügen.