Immo Point - 06.03.2023

Die 10 häufigsten Fragen zur CO₂-Kosten-Aufteilung

Das CO₂-Kostenaufteilungsgesetz sorgt für viele Fragen und Unklarheiten. Wie hoch sind die CO₂-Kosten für Vermieterinnen und Vermieter? Ab wann ist das Gesetz gültig und was besagt eigentlich das Zehn-Stufen-Modell? Die Expertinnen und Experten von Techem liefern Ihnen die wichtigsten Antworten! 

Die CO₂-Abgabe erklärt: Antworten auf Ihre Fragen

1. Was ist das Ziel der CO₂-Umlage?

Das Ziel der CO₂-Umlage ist die Entlastung von Mieterinnen und Mietern durch eine Aufteilung der Kosten mit Vermieterinnen und Vermietern. Dadurch möchte die Bundesregierung zudem Anreize schaffen, vermietete Gebäude oder deren Heizung zu modernisieren.

Mit dem CO₂-Kosten-Rechner von Techem erhalten Vermieterinnen und Vermieter einen Überblick, welche Kosten in etwa auf Sie zukommen werden!

Vermieterin im Garten mit einer Tasse Kaffee

2. Wie wird die CO₂-Abgabe berechnet?

Dafür werden zwei Angaben herangezogen: die ausgestoßene CO₂-Menge und die Wohnfläche einer Liegenschaft. Auf dieser Grundlage wird der CO₂-Verbrauch pro Quadratmeter der jeweiligen vermieteten Wohnung berechnet. Dieser Wert wiederum führt zur Einstufung in das Zehn-Stufen-Modell. Dabei gilt: Je niedriger die CO₂-Emission pro m², desto größer ist der Anteil in Prozent, den Mieterinnen und Mieter tragen müssen.

3. Was besagt das Zehn-Stufen-Modell?

Je nach CO₂-Emission pro Quadratmeter im Jahr wird die Liegenschaft in eine von zehn Stufen eingestuft. Je niedriger die Emission, desto größer ist der Anteil der Mieterinnen und Mieter an der Umlage (bis zu 100 %). Bei energetisch schlechten Liegenschaften, also hohen Emissionen, müssen Vermieterinnen und Vermieter bis zu 95% der Kosten tragen.

Erfahren Sie jetzt mehr zum Zehn-Stufen-Modell!

CO2-Kostenaufteilung

Grafik: Das Zehn-Stufenmodell für die CO2-Preis-Verteilung lt. CO2KostAufG - Stand 10.11.2022

4. Ab wann ist das Gesetz zur CO₂-Umlage gültig?

Die Verordnung startet ab dem Abrechnungszeitraum 2023. Die Aufteilung zwischen Mieterinnen und Mietern sowie Vermieterinnen und Vermietern wird in der Regel also mit der in 2024 erstellten Abrechnung für das Jahr 2023 umgesetzt.

5. Für welche Heizenergiequellen ist eine CO₂-Abgabe zu entrichten?

Die CO₂-Abgabe ist für Erdgas, Flüssiggas, Heizöl und Fernwärme zu entrichten. 
Nicht betroffen von der Abgabe sind beispielsweise die Pelletheizung oder die Wärmepumpe.

6. Kann der CO₂-Umlage auch widersprochen werden?

Da es sich hierbei um ein Gesetz handelt, gibt es keine Widerspruchsmöglichkeit.

7. Wie wird die CO₂-Umlage auf denkmalgeschützte Gebäude angewendet?

Auch auf denkmalgeschützte Gebäude wird das Zehn-Stufen-Modell angewendet. Jedoch reduziert sich der Anteil der Vermieterin bzw. des Vermieters um die Hälfte.

Ein Rechenbeispiel: Eine Liegenschaft wird laut Zehn-Stufen-Modell mit 80 % für die Vermieterin bzw. den Vermieter und 20 % für die Mieterinnen und Mieter eingestuft. Aufgrund des Denkmalschutzes reduziert sich der Anteil der Vermieterin bzw. des Vermieters auf 40 % und der Anteil der Mieterinnen und Mieter erhöht sich auf 60 %.

Apartments in Berlin Kreuzberg

8. Betrifft die geplante CO₂-Umlage auch Gewerbeeinheiten?

Für Gewerbeeinheiten ist eine pauschale 50/50-Aufteilung der Kosten zwischen Vermieterinnen und Vermietern sowie Mieterinnen und Mietern vorgesehen.

9. Warum ist die CO₂-Abgabe für Öl teurer als die Abgabe für Gas?

Öl hat im Vergleich zu Gas einen 30 % höheren CO₂-Emissionsfaktor. Es wird also pro entstandener Kilowattstunde Energie mehr CO₂ ausgestoßen.

10. Wie wird die CO₂-Umlage in die Heizkostenabrechnung integriert?

Techem übernimmt mit der Heizkostenabrechnung automatisch die Einstufung der Liegenschaft in das Zehn-Stufen-Modell. Außerdem teilen wir die CO₂-Kosten zwischen Mieterinnen und Mietern sowie Vermieterinnen und Vermietern auf. Diese Informationen bereiten wir übersichtlich und transparent in der Heizkostenabrechnung für Sie auf.

Alles was wir von Vermieterinnen und Vermietern dafür brauchen, sind zwei Angaben: die CO₂-Menge und die CO₂-Kosten für Ihre Liegenschaft. Bitte stellen Sie uns diese zwei Werte mittels Abrechnung Online oder Datentausch bereit. Diese Informationen sind auf den Rechnungen der Energieversorger enthalten.

Wichtig: Unsere Papierformulare können wir aufgrund der höheren Komplexität und kurzfristigen Gesetzgebung dafür nicht mehr anpassen. Wir bitten unsere Kundinnen und Kunden daher, die Abrechnung im Kundenportal vorzunehmen.

Mehr Klarheit mit dem CO₂-Kosten-Rechner von Techem

Sie möchten wissen, wie hoch Ihr Anteil an der CO₂-Umlage voraussichtlich sein wird? Mit unserem CO₂-Kosten-Rechner erhalten Sie eine individuelle Prognose für Ihre Liegenschaft. Berechnen Sie jetzt Ihren Anteil!