Immo Point - 30.06.2022

Wie viel Mietminderung ist angemessen?

Gibt es einen wesentlichen Mangel in der Wohnung, darf Ihre Mieterin oder Ihr Mieter unter Umständen die Miete mindern. Doch in welcher Höhe? Dafür gibt es keine verbindlichen Richtlinien, sondern nur Orientierungswerte. Es kommt auf das Ausmaß der Beeinträchtigung an. Wir erklären Ihnen die wichtigsten Punkte zur Mietminderung.

Das Ausmaß der Einschränkung

Die entscheidende Frage lautet: Wie stark ist der „Gebrauch der Mietsache“ eingeschränkt? Lässt sich eine Herdplatte nicht nutzen oder treten im Treppenhaus unangenehme Gerüche auf, hält sich die Beeinträchtigung in Grenzen. Entsprechend niedrig fällt die Mietminderung aus. Gibt es jedoch einen Wasserschaden, Schädlingsbefall oder lässt sich die Wohnung im Winter nicht heizen, sind die Auswirkungen beträchtlich. Sind die Räume nicht bewohnbar, kann die Miete bis zu 100 % gemindert werden.

Entscheidend ist auch die Größe der Wohnung: Lässt sich ein Raum nur eingeschränkt oder gar nicht nutzen, fällt die Mietminderung in einer Zweizimmerwohnung deutlich höher aus als in einem Haus mit sechs Zimmern.

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