Immobilien-Ratgeber - 07.07.2023

Klimawandel: Mit Regentonne und Zisterne gegen die Trockenheit

Infolge des Klimawandels nehmen die Wetterextreme in unseren Breiten zu. Es gibt häufiger Starkregen und lange Perioden der Trockenheit. Damit Sie dann nicht auf kostbares Trinkwasser zurückgreifen müssen, um die Pflanzen zu wässern, gibt es ein altbewährtes Mittel: Regentonnen und Zisternen. Hier erhalten Sie alle Infos!

Regenwasser auffangen und Wasser sparen

Sie haben gleich zwei Vorteile: Wenn es stark regnet, entlasten Regentonnen und Zisternen die Kanalisation. Sie fangen das Wasser auf und verhindern, dass sich in Hof und Garten kleinere Teiche oder Überschwemmungen bilden. Bleibt es längere Zeit trocken, kann das Wasser knapp werden. Dann ist es gut, wenn man auf das gespeicherte Regenwasser zurückgreifen kann. 

Der Regen gelangt über die Dachrinnen in die Fallrohre. Häufig wird das Wasser noch mehr oder weniger grob gefiltert, ehe es in die Regentonne oder in die Zisterne fließt. Dort wird das Wasser gespeichert, bis es wieder entnommen wird.  

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Die kleine Lösung: die Regentonne

Regentonnen sind relativ preisgünstig, nehmen mehrere hundert Liter Wasser auf und sollten nach Möglichkeit komplett abgedeckt sein. Dies nicht zuletzt, um zu verhindern, dass Insekten ihre Eier dort ablegen. Auch sollten Regentonnen nicht in der prallen Sonne stehen, damit sich das Wasser nicht aufheizt. 

Regentonnen gibt es aus Holz, Metall oder auch Kunststoff, was wohl die praktischste Lösung ist. Solche Behälter sind robust und langlebig und sie kosten deutlich weniger. Dabei gibt es auch hochwertige Regentonnen aus Kunststoff – mit Überlauf, Wasserhahn und Anschluss an das Fallrohr. Es lassen sich auch zwei Regentonnen nebeneinander aufstellen. Wenn die eine Tonne gefüllt ist, wird das Wasser über einen Überlauf in die zweite geleitet.

Stellen Sie in Ihrer Wohnanlage mehrere Regentonnen auf, kann das schon sehr viel bewirken. Doch ob Sie komplett auf das Wasser aus dem Wasserhahn verzichten können, das hängt von der Größe des Gartens ab und von der Bepflanzung. Oft reicht das Wasser aus der Regentonne dann doch nicht ganz aus.

Sehr wichtig: Bevor es Winter wird, müssen die Regentonnen komplett entleert werden. Sonst könnte der Frost sie beschädigen.

Vorsicht vor alten Regentonnen!

Das einfachste Modell der Regentonne ist offen und verfügt über keinen Hahn. Das Wasser wird einfach mit der Gießkanne abgeschöpft. Solche Tonnen sind problematisch. Sie können eine Gefahr für Kinder sein. Aber auch Katzen klettern gerne hinein, um zu trinken. Mücken legen ihre Eier dort ab. Vogelkot und andere organische Substanzen gelangen in das Wasser und es beginnt zu faulen.

Die große Lösung: Die Zisterne

Zisternen kennt man seit mehr als 7.000 Jahren. Es handelt sich um Wassertanks, die sich meist unter der Erde befinden. Zisternen enthalten mehrere tausend oder auch zehntausend Liter Wasser. Sie bestehen aus Kunststoff oder Beton und sind technisch wesentlich ausgeklügelter als eine Regentonne. 

Sie kann über mehrere Zuleitungen verfügen, hat einen eigenen Filter und eine Pumpe, um das Wasser nach oben zu befördern – oder auch in eine „Brauchwasserleitung“. Denn das Wasser aus der Zisterne wird oft für die Toilettenspülung benutzt. Oder um Wäsche zu waschen. Überall dort, wo kein Trinkwasser benötigt wird, kann das Wasser aus der Zisterne genutzt werden. 

Trinkwasser muss hohen Standards genügen

Denn Trinkwasser muss immer höchsten Qualitätsanforderungen entsprechen. Sammeln sich beispielsweise Legionellen in einer hohen Konzentration an, kann das die Gesundheit Ihrer Mieterinnen und Mieter gefährden. In vielen Immobilien muss daher regelmäßig eine Legionellenprüfung durchgeführt werden. Berechnen Sie jetzt Ihr persönliches Online-Angebot mit Techem!

Zisternen sorgfältig planen

Eine Zisterne sollte sorgfältig geplant werden. Denn eine solche Einrichtung stellt eine erhebliche Investition dar, die sich allerdings im Laufe der Jahre bezahlt machen kann – wenn Größe, Standort und Ausstattung stimmen. Lassen Sie sich daher ausführlich beraten und achten Sie auf Qualität. In manchen Gemeinden gibt es auch eine öffentliche Förderung, wenn Sie eine Zisterne errichten lassen.


 

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