Immobilien Ratgeber - 05.05.2023

Mieterstrom aus der Photovoltaik-Anlage: So lohnt sich die Investition

Photovoltaik-Anlagen wandeln Sonnenlicht in Strom um. Meist befinden sie sich auf dem Dach, doch gibt es auch Modelle für die Terrasse oder den Balkon. Mit einer Photovoltaik-Anlage können Sie Ihre Mieterinnen und Mieter mit erneuerbarer und kostengünstiger Energie versorgen. Allerdings gibt es einige Dinge zu beachten, damit sich die Investition lohnt.

So funktioniert eine Photovoltaik-Anlage

Eine Photovoltaik-Anlage braucht Sonnenlicht: Die Solarzellen wandeln die Sonnenstrahlen in elektrische Energie um. Auch bei bedecktem Wetter wird Strom produziert – nur die Stromgewinnung der Photovoltaik-Anlage fällt geringer aus. Vor allem in den Wintermonaten erreicht uns weniger Sonnenlicht, die Tage sind kürzer und dunkler. Möglicherweise bedeckt eine Schneedecke Ihre Solaranlage. Das alles muss in Ihrer Planung berücksichtigt werden, wenn Sie sich als Vermieterin oder Vermieter für eine Photovoltaik-Anlage entscheiden.

Photovoltaik-Anlage mit Batteriespeicher

Sollten Ihre Mietparteien nicht nur tagsüber, sondern auch nachts auf Stromversorgung angewiesen sein, gibt es zwei Möglichkeiten: Zusätzlich auf das örtliche Stromnetz zugreifen oder eine Photovoltaik-Anlage mit Batteriespeicher. Letztere sorgt jederzeit für Strom.

Effiziente Photovoltaik-Anlage als Vermieterin oder Vermieter

Planen Sie Ihre Photovoltaik-Anlage als Vermieterin oder Vermieter sorgfältig. Dazu gehört auch die genaue Analyse eines geeigneten Standorts, wo die Anlage installiert werden soll. Wie sind die Witterungsverhältnisse an diesem Ort? Mit wie vielen Sonnenstunden ist pro Jahr zu rechnen? Wie sind die Ausrichtung und der Neigungswinkel des Dachs? Wie viel Fläche auf dem Dach kann genutzt werden?

Expertise für die optimale Photovoltaik-Anlage nutzen

Bei all diesen Fragen unterstützt Sie z. B. ein qualifizierter Betrieb, der Ihnen die Photovoltaik-Anlage montiert. Je größer die Anlage, desto günstiger wird im Schnitt die Kilowattstunde Strom. Finanziell gesehen kann sich eine größere Fläche durchaus auszahlen.

Vollständig versorgte vermietete Wohnung?

Grundsätzlich gibt es verschiedene Varianten, eine Photovoltaik-Anlage zu nutzen. Zum einen können Sie Ihren Mietparteien den Solarstrom anteilig zur Verfügung stellen: Was die Anlage erzeugt, kann genutzt werden – und zwar zu einem günstigeren Preis als aus dem örtlichen Stromnetz. Für eine komplette Stromversorgung mit Photovoltaik muss die Anlage entsprechend groß sein und über einen Batteriespeicher verfügen.

Zusätzliche Einnahmen mit ungenutztem Solarstrom

Bleibt unverbrauchter Strom übrig, können Sie diesen zu einem festgesetzten Tarif ins lokale Netz einspeisen lassen. So profitieren Sie ganz nebenbei mit Ihrer Photovoltaik-Anlage von zusätzlichen Einnahmen – steuerliche Fragen sollten Sie im Voraus klären.

Photovoltaik-Anlage finanzieren: Eigenregie oder Auftragnehmende engagieren?

Wenn Sie selbst in Eigenregie tätig werden, können Sie die anfallenden Kosten für die Photovoltaik-Anlage als Modernisierungsmaßnahme auf Ihre Mietparteien umlegen oder die Investition steuerlich abschreiben. Alternativ beauftragen Sie einen Contractor, der von A bis Z alles übernimmt, und erhalten eine Pacht.

 

Solartechnik im Aufwind

Klimawandel und Energiewende kurbeln erneuerbaren Energien enorm an. Es wird viel investiert, um die Technologien noch effizienter und klimafreundlicher zu gestalten. Darunter ganz besonders die Solartechnik: Neue Module versprechen mehr Leistung und längere Lebensdauer. Es sind bereits Anlagen entwickelt worden, die sogar bei Dunkelheit Strom erzeugen – aus der Wärme, die von Oberflächen nach Sonnenuntergang abgestrahlt wird.


 

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