Immobilien-Ratgeber - 23.05.2024

Thermostat wechseln – lohnt sich das?

Thermostate sind unscheinbar, sie kosten nicht viel und werden häufig unterschätzt. Dabei können sie einen wichtigen Beitrag leisten, die Heizungsanlage zu schonen und Heizenergie zu sparen. Dafür können Sie auf die neueste digitale Technik umrüsten. Es kann aber auch einen spürbaren Effekt haben, wenn Sie die manuell einstellbaren Thermostate prüfen und wechseln lassen.

Mit Thermostaten die Raumtemperatur steuern 

Thermostate sind dazu da, die Temperatur zu messen und die Heizleistung zu regulieren. Die bei weitem häufigsten Modelle bestehen aus einem Messfühler, der im Thermostatkopf sitzt und die Temperatur misst. Je nachdem, ob die gewünschte Temperatur erreicht ist oder nicht, öffnet oder schließt sich ein Ventil. Bei geöffnetem Ventil strömt das erwärmte Heizwasser durch die Heizkörper. Ist die gewünschte Temperatur erreicht, schließt sich das Ventil. Die Temperatur sinkt. Das registriert wiederum der Messfühler, der das Ventil für das Heizwasser wieder öffnet.

Auf diese Weise lässt sich jeder Heizkörper manuell einstellen. Je wärmer der Heizkörper werden soll, desto stärker wird der Drehknopf aufgedreht. Dabei ist jedoch nicht die Temperatur angegeben, sondern verschiedene Stufen. In der Regel sind es fünf bis sechs. Je höher die Stufe, umso stärker erwärmt sich der Heizkörper. 

Gegenüber einem Funkthermostat oder einem digitalen Gerät haben diese manuellen Modelle zwei Nachteile: Die Temperatur lässt sich nicht genau einstellen, sondern über den Drehknopf nur näherungsweise. Und die Temperatur lässt sich nicht im Voraus regulieren. Zum Beispiel, dass der Raum erst ab einer bestimmten Uhrzeit voll erwärmt wird. Dafür muss der Drehknopf manuell hochgeregelt werden.

Thermostat an der Heizung: Wenn der Ventilstift klemmt

Bei so einem Heizkörperthermostat dient ein Gas oder eine Flüssigkeit als sogenanntes Dehnstoffelement. Steigt die Temperatur, dehnt es sich aus. Dadurch wird ein Ventilstift angesteuert, der dafür sorgt, dass weniger Heizwasser einströmt und sich das Ventil nach und nach schließt. Sinkt die Temperatur, zieht sich das Dehnstoffelement wieder zusammen und der Ventilstift öffnet das Ventil.

Dieser Mechanismus ist dafür verantwortlich, dass zu Beginn der Heizperiode ein typisches Problem auftaucht. Die Heizkörper sind längere Zeit nicht in Gebrauch gewesen. Der Ventilstift klemmt und bleibt in seiner Position. Da viele den Drehknopf auf die niedrigste Stufe heruntergeregelt haben, heißt das: Das Ventil öffnet sich nicht mehr richtig. Der Heizkörper wird nicht warm.

Manchmal hilft es, auf den Thermostatkopf zu klopfen, vorsichtig zu hämmern und der Ventilstift reguliert den Zufluss wieder zuverlässig. In anderen Fällen ist die Vorrichtung defekt und muss ausgetauscht werden. Generell ist es zu empfehlen, die Heizkörper über den Sommer nicht mit dem Drehknopf abzudrehen. Das Abdrehen spart keine Heizenergie, sondern strapaziert nur Ihre Heizung.

Thermostat wechseln? So lässt sich Energie sparen

Heizkörperthermostate sind robust. Sie können durchaus 15 Jahre halten. Allerdings empfiehlt es sich, regelmäßig nachprüfen zu lassen, ob sie noch zuverlässig arbeiten. Wird ein Heizkörper nicht richtig warm oder lässt er sich nicht runterregulieren, arbeitet das Thermostat nicht richtig. Und nicht immer liegt es daran, dass einfach nur der Ventilstift klemmt.

Doch auch wenn sie noch ihren Dienst tun, kann es sinnvoll sein, die Thermostate zu wechseln. Neue Thermostate sind günstig, die Ventile lassen sich voreinstellen und ermöglichen einen hydraulischen Abgleich. Der schont die Heizung, sorgt für optimale Fließbedingungen und hilft Energie zu sparen. Mit alten Thermostaten ist der hydraulische Abgleich nicht möglich.

Ihre Abrechnung mit Techem

Mit modernen Thermostaten lassen sich also effektiv Heizkosten sparen. Und bei deren Abrechnung unterstützen wir Sie wiederum gerne! Wir bieten Ihnen eine einfache und digitale Lösung für die immer komplexer werdende Aufgabe der Heizkostenabrechnung. Jetzt kennenlernen!

Thermostat wechseln: Wer übernimmt die Kosten?

Der Wechsel der Thermostate fällt unter die Instandhaltung. Das bedeutet, in aller Regel kommen Sie dafür auf. Haben Sie jedoch in Ihrem Mietvertrag eine Vereinbarung über Kleinreparaturen geschlossen, sollten Sie prüfen, ob in diesem Rahmen nicht Ihre Mieterin oder Ihr Mieter die Kosten übernehmen muss. Dazu darf der Betrag die vereinbarte Summe nicht übersteigen. Und sind bereits andere Kleinreparaturen angefallen, müssen Sie diese natürlich berücksichtigen.